Quelle: Wikipedia
Schrott ist das wohl älteste Beispiel für Recycling der Menschheitsgeschichte. Metall kann theoretisch beliebig oft ohne nennenswerte Verluste eingeschmolzen und neu verarbeitet werden. Tatsächlich ist es eines der wenigen Beispiele von echtem Recycling. Hier wird aus einem Ausgangstoff ein neues Produkt gleicher Güte und Qualität erschaffen. Bei den meisten heutigen sogenannten Recyclingprozessen handelt es sich eigentlich um Downcycling, d. h. aus einem Ausgangsstoff hoher Qualität wird ein neues Produkt niederer Güte. So wird Beton durch Zerkleinern zu Schotter, bunter Kunststoff zu schwarzem Plastik, Verpackungen durch Verbrennen zu Energie und Wärme. Im Schrottrecycling wird eine Sortiertiefe, eine Qualitätssicherung und eine Effizienz erreicht, die im Recycling anderer Werkstoffe bisher unerreicht ist.
Schrott ist metallischer Wertstoff. Er entsteht bei der Verschrottung metallhaltiger Erzeugnisse, z. B. von Autos und anderen Fahrzeugen sowie beim Abwracken von Schiffen und Flugzeugen, wenn deren Nutzungsdauer vorüber ist. Schrott entsteht auch in der Metallverarbeitenden Industrie wie beispielsweise Späne beim Drehen oder Fräsen. Die Erfassung und die Aufbereitung von Produktionsrückständen und von nicht mehr gebrauchs- oder verwendungsfähigen Gegenständen und Industriegütern aus Stahl oder Guß – dem sogenannte Schrott – erfolgen, um Stahlwerken und Gießereien einen Rohstoff zum direkten Einsatz zur Verfügung zu stellen. Der weltweite Verbrauch an Fe-Schrott in der Stahl- und Gießereiindustrie bewegt sich zur Zeit bei etwa 500 Mio. Jahrestonnen.
Es werden verschiedene Schrottsorten unterschieden. Die Sortenkriterien zielen auf die spätere Verwendung des Schrottes hin. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich im allgemeinen durch
- die Größe der einzelnen Teile des Schrottes. In der allgemeinen Schrottsorte 3 z. B. dürfen die einzelnen Stücke nicht über die Abmessung 150 × 50 × 50 cm hinausgehen und müssen eine Materialstärke von mindestens 6 mm besitzen.
- die Ausgangsmaterialien, aus denen der Schrott gewonnen wurde, z. B. Blechschrott, Trägerschrott, Kupferschrott, etc.
- die chemischen Eigenschaften und der Grad/Menge der so genannten Anhaftungen, d. h. ob sich Fremdstoffe oder Müll in dem Schrott befinden. Zum Beispiel Erde, Kunststoff, Verpackungen etc., oder ob der Schrott aus einem einzigen Material besteht, z. B. Kupferrohre oder Kupferrohre mit Dämmmaterialien oder ob es eine Mischung verschiedener Metalle ist, z. B. Blech, Stahlträger, Eisen.
Einen Anhaltspunkt gibt das so genannte „europäische Schrottsortenverzeichnis für Fe-Schrotte“, das die Kriterien für FE-Schrott (Eisenhaltiger Schrott) festlegt.
Aus den drei oben genannten Punkten ergibt sich eine bestimmte Schrottsorte und somit sowohl ihr Geldwert als auch das Recyclingpotential. Der Geldwert einer Tonne Schrott kann zwischen wenigen Euro bis in den 5-stelligen Bereich reichen, je nach Art und Güte.
Verglichen mit Verwendung von Stahlschrott zur Stahlgewinnung benötigt man zur Gewinnung von Stahl aus Erz fast die vierfache Menge Energie. Pro Tonne entspricht die Ersparnis dem durchschnittlichen Halbjahresverbrauch eines vierköpfigen Haushaltes.
Wegen der hohen Wirtschaftlichkeit wird das gesamte weltweite Schrottaufkommen, jährlich etwa 460 Mio. Tonnen, der Wiederverwertung zugeführt.
Der Recyclinganteil beträgt:
USA: 60 %
EU: 56 %
Südkorea: 52 %
Deutschland: 45 %
Russland: 44 %
Japan 42 %
China: 20 %
Traditionell unterteilt man Metalle in Schwermetalle, Leichtmetalle, Edelmetalle und unedle Metalle.
Der Metallschrottmarkt ist in Deutschland stark fragmentiert.
Neben einer Vielzahl von Schrottsammlern und Betreibern von Schrottplätzen gibt es auch größere Unternehmen, die insbesondere Firmen Metallreste aus der Produktion abkaufen.
Die Klaus Peter Becker GmbH gehört zu den sogenannten Schrottplatzbertreibern.
Wir kaufen die von den Schrottsammlern oder auch Privatpersonen angelieferten Metalle, Edelmatalle auf und führen sie einer entsprechenden Wiederverwertung zu.